Politik erkennt Wert der Kraft-Wärme-Kopplung an

Deutschland hat sich den Pariser Klimazielen verpflichtet und richtet seine Energiepolitik entsprechend aus. Zusätzlich zum Ausstieg aus Kohleverstromung und Atomenergie will man unter dem Eindruck des Ukraine-Kriegs die Abhängigkeit von russischem Erdgas zügig beenden. Die Frage der Energieversorgungssicherheit, die sich infolgedessen stellt, wurde jüngst durch die Bundesregierung auch mit dem Verweis auf Kraft-Wärme-Kopplung beantwortet.

Die Gelegenheit hierfür bot eine kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (20/633) nach der Zukunft von Gaskraftwerken in Deutschland. Fraktion und Bundesregierung sind sich einig (Antwort der Bundesregierung (20/924), dass Deutschland zukünftig regelbare Leistung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zur Residuallastdeckung benötigt – eine langjährige B.KWK-Position. Die Bundesregierung will deshalb Gaskraftwerke und KWK-Anlagen fördern, die auf klimaneutrale Gase oder Wasserstoff umgestellt werden können.

Effizienzprinzip in vielen Gestalten Damit hat die Politik die Nützlichkeit der Kraft-Wärme-Kopplung erkannt. Was sie noch besser verstehen muss, ist, dass Kraft-Wärme-Kopplung eine Technik ist – genauer: ein Effizienzprinzip. Hat die KWK gestern den Einsatz fossiler Energieträger, wie Kohle und Erdgas, effizient gemacht, wird sie es morgen mit erneuerbaren Brennstoffen tun: aus Biomasse und mit Wasserstoff. Welche andere Technik ist so flexibel?