Social Media-Digest für eine Interessenvereinigung aus der Energiebranche

Social Media-Digest für eine Interessenvereinigung aus der Energiebranche 1

Vor allem zwei Themen erfuhren heute eine erhöhte Aufmerksamkeit. Einige große Versicherungsgesellschaften fordern im Vorfeld des G20-Gipfels die teilnehmenden Länder zu einem Abbau von Öl-, Gas- und Kohlesubventionen auf. Des Weiteren einigten sich Deutschland und die Europäische Union über weitere Industrie-Privilegien beim Ökostrom.

Der Reuters-Meldung „Insurers call on G20 to phase out fossil fuel subsidies by 2020“ zufolge haben die großen Versicherer Avibva, Aegon und Amlin in einer gemeinsamen Stellungnahme die teilnehmenden Staaten des G20-Gipfels im chinesischen Hangzhou aufgefordert, die Subventionen im Bereich fossiler Brennstoffe bis 2020 schrittweise abzubauen. Wie der Umweltblog klimaretter.info berichtet, befürchten sie die Erosion ihres Geschäftsmodells. Die Versicherer betrachten den Klimawandel als die „Mutter aller Risiken“ und befinden, dass die klimaschädlichen Subventionen überdies zu Verwerfungen auf den Energiemarkt führen.

Jürgen Döschner vom Handelsblatt twittert zum Thema: „‘#Klimawandel ist d Mutter aller Risiken‘ - Versicherer drängen #G20 z Abbau #Öl-/#Gas-/#Kohle-Subventionen bis 2020.“ LichtBlick meldet: „‘#Klimawandel ist die Mutter aller Risiken‘ – #Versicherer fordern #Divestment.“

Zur Einigung zwischen deutschem Wirtschaftsministerium und der Europäischen Kommission über Sonderrechte stromintensiver Unternehmen twittert unter anderem die Kima-Allianz: „Skandal. Deutsche Industrie behält Privilegien bei Ökostrom. #EEG #Klimaschutz.“ Der BEE meldet hierzu: „Falk: Warum wird Braunkohlestrom von EEG-Umlage ausgenommen, grüner Strom >10kW jedoch z.T. mit EEG-Umlage belastet?“

Die erzielte Vereinbarung betrifft zentrale Punkte des Gesetzes zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG), des Strommarktgesetzes und des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Bestimmt wurde unter anderem, dass der durch die Unternehmen in eigenen Kraftwerken erzeugte Strom weiterhin von der Ökostrom-Abgabe befreit bleibt, die Förderung für Kraft-Wärme-Kopplung künftig in Ausschreibungen vergeben werden soll sowie die Einführung der Kapazitätsreserve bereits im nächsten Jahr. Bundeswirtschaftsminister Gabriel zeigte sich erfreut über diese Einigung. Der Deutschen Presseagentur sagte er, dass die „größte Reform seit der Liberalisierung des Strommarktes“ jetzt auch europarechtskonform sei. Aufgenommen wurde dieses Thema unter anderem durch die Blogs sonnenseite.com von Franz Alt sowie klimaretter.info. Das Greenpeace Magazin veröffentlichte hierzu eine dpa-Meldung.

Enwipo.de bloggt heute über das gestern gestartete 5. Ostdeutsche Energieforum; sustainment.de geht der Frage nach, wer die Wärmewende hin zum erneuerbaren Heizen hemmt.