Social Media-Digest für eine Interessenvereinigung aus der Energiebranche

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Das stärkste Interesse im Netz fanden diesmal der durch die Bundesregierung initierte Klimaschutzplan 2020 sowie die Methode einiger europäischer Kernkraftwerksbetreiber, das Kühlwasser vorzuwärmen. Diese soll Schäden des Reaktordruckbehälters vorbeugen.

Bei dieser Sicherheitsmaßnahme geht es im Wesentlichen um eine Haltbarkeitsverlängerung des Druckbehälters. Das Vorheizen des Kühlwassers soll der sogenannten „Neutronenversprödung“ zuvorkommen. Diese tritt dann auf, wenn Stahl zu lange mit Neutronen bestrahlt wird. Das macht ihn spröde. In der Folge hält der Reaktordruckbehälter große Temperaturunterschiede nicht mehr gut aus. Das Notkühlwasser wird vorgeheizt, um diesen Prozess zu verlangsamen.

Hierzu teilt die Tagesschau einen Artikel: „Recherchen von WDR und SZ: Rissige Reaktoren in Europa?“ und die Süddeutsche Zeitung: „Vorgeheiztes Kühlwasser: Ein gefährlicher Trick von Atomkraftwerk-Betreibern.“ Jürgen Döschner vom Handelsblatt twittert: „Erhöhtes Risiko durch altersschwache #Atomkraftwerke - Notkühlwasser in 18 #AKW vorgeheizt.“

Der Klimaschutzplan 2020 wurde im Dezember 2014 ins Leben gerufen und versteht sich als begleitende Maßnahme, um die Regierungsziele zur Treibhausgas-Einsparung weiterhin zu erreichen. Es beinhaltet rund einhundert Maßnahmen und sieht Investitionskosten in Höhe von 123 Milliarden Euro vor. Langfristig soll es demgegenüber zu Einsparungen in Höhe von 274 Milliarden Euro führen. Die Energiewirtschaft wird mit rund 10 Milliarden Euro belastet. Über den Weg der Netzentgelte und Umlagen werden diese Kosten jedoch größtenteils durch die Verbraucher getragen.

Zur Studie, die dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung dennoch finanzielle Entlastung für Bürger, Wirtschaft und Staat bescheinigt, äußern sich der DBU: „#Klimaprogramm bringt #Wachstum : Investitionen führen zu mehr einheimischer Wertschöpfung und #Beschäftigung @bmub“ und das Greenpeace Magazin: „Studie beweist: #Klimaschutz lohnt sich für Bürger & Staat - und schafft allein 2020 ca. 430 000 neue Jobs.“ IBC Solar twittert: „Deutsches ‚Aktionsprogramm Klimaschutz 2020‘ entlastet Bürger und Wirtschaft deutlich mehr, als es sie kostet.“, die Klima Allianz: „Ergebnis einer Studie: Klimaprogramm bringt Wachstum“ und Claudia Kemfert: „Wirtschaftliche Chancen des #Klimaschutz sind groß, Investitionen fördern Wirtschaftswachstum und schaffen Jobs.“

Franz Alt bloggt heute über die Unterstützung des EU-Parlaments für strengere Grenzwerte bei Luftschadstoffen in der EU.